Dienstag, 16. Juni 2009

2009-06-17 Podcast Vol. 8

"When a company becomes a global marketer, it views the world as one market and creates products that will only require weeks to fit into any regional marketplace. Marketing decisions are made by consulting with marketers in all the countries that will be affected. The goal is to sell the same thing the same way everywhere."

2 Punkte fallen hier ins Auge oder, besser gesagt, schreien quasi zum Himmel; könnten sie doch widersprüchlicher nicht sein:

1.) Konsultiere Marketiers in den betroffenen Märkten.

2.) Ziel ist es, das gleiche Produkt auf dem gleichen Wege weltweit zu verkaufen.


Ooops, das geht ja wohl gar nicht und ist so unmöglich wie die Quadratur des Kreises!

Denn entweder man berücksichtigt die Besonderheiten des jeweiligen Landes, was ausdrücklich zu empfehlen ist, oder das Resultat ist meistens ein Desaster.

DAS EINE PRODUKT, das weltweit in der gleichen Form, Qualität, Beschaffenheit und auf dem gleichen Vertriebswege verkauft wird, kann es nicht geben! Dazu sind wir als Menschheit einfach zu verschieden.

Selbst ach so globale Brands wie Coca Cola oder McDonalds passen sich den lokalen Besonderheiten an. So wird beispielsweise Coca Cola im Chinesischen Munde zu Kekoukole (Coca Cola ging ca. 40.000 Zeichen durch, bis man auf Kekoukole stiess, was soviel wie Glück im Mund bedeutet; der Klang von Coca-Cola erinnerte im Reich der Mitte doch zu sehr an einen Biss in eine Kaulquappe aus Wachs). Und auch die Marketiers bei McDonalds achten streng auf z. B. religiöse Besonderheiten und bieten ihre Produkte sowohl kosher als auch halal an.


Auch in anderen Industrien wird eifrig darauf geachtet, regionale Besonderheiten zu beachten. In der IT-Branche geht es dann z. B. um spezielle KeyCaps (Tastenkappen) auf Notebooktastaturen sowie verschiedenen Sprachversionen in Betriebssystemen. Während man in den meisten Ländern dieser Welt beim Microsoft-Betriebssystem auf einen sogenannten Start-Button drückt, klickt man in Frankreich stattdessen auf einen Démarrage-Knopf; um Anglizismen zu vermeiden, wurde hier also das Wort "Start" liebevoll ins Französische übersetzt.

Und beim iPhone 3Gs oder dem iPhone OS 3.0 werden gleich über 30 Sprachversionen vorinstalliert, um mit einem quasi globalen Produkt auch wieder lokalen Besonderheiten gerecht zu werden (Stichwort: Economies of scale!).

Damit gilt also unwiderruflich: Never underestimate the importance of local knowledge.

Und fast schon philosophisch ist auf dem Weg ins globale Marketing zu fragen:

1.) Woher komme ich?

Also: Was macht unsere Marke, unser Produkt, unser Geschäft aus? Was ist unser USP, oder, etwas simpler formuliert: wer braucht das eigentlich, wozu und warum?

2.) Wohin gehe ich?

Was ist mein Zielmarkt, meine Zielgruppe etc. und welche lokalen Besonderheiten gilt es zu verstehen? (!!!)


3.) Was geht da ganz konkret? (Und das bitte aus der Sichtweise eben dieses neuen Marktes, neuen Landes, der neuen Kultur etc.)

Viel wichtiger bei der Frage, wohin die Reise geht, ist es etwa nicht zu wissen, wo dieses Land eigentlich liegt (dazu ist man nie jung genug),

sondern es geht vielmehr um das konsequente und kontinuierliche Überdenken eigener Ansichten, Standpunkte und Erfahrungen sowie um die Bereitschaft, seine bestehende Meinung auch durchaus mal, falls erforderlich, anderen kulturellen und länderspezifischen Besonderheiten anzupassen.

Podcast Vol. 8 -> http://glocalize.podspot.de

Alle Links und Zitate aus dem Podcast im Schnelldurchlauf

Italy vs Europe original (Italia vs Europa) -> http://www.youtube.com/watch?v=ZAJNFoHuLno

ZDF "heute-journal" –> Video-Podcast Link to iTunes Store


Philip Kotler over marketing 26 juni Nyenrode Business Universiteit -> http://www.youtube.com/watch?v=qHl5hlpPmlk&feature=PlayList&p=0BD65DA185C7D900&index=13

Süddeutsche.de - McDonalds - Das Manöver des Fastfood-Kolosses -> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/825/340670/text/

McDonalds "I'm lovin' it" – Homebrew MashUp – but you might love the originals, too ...



Sonntag, 24. Mai 2009

2009-05-24 Podcast Vol. 7

Man kann nicht nicht kommunizieren! proklamierte einst Paul Watzlawick, und Recht hat er.

Selbst, wenn ich mich schweigend ins dunkle Kämmerlein setze, mache ich damit eine Aussage. Und selbst eine vor Jahren in einem heißen Sommer geschorene Glatze wurde von einem Kollegen mit den Worten kommentiert: "...this is not a haircut, this is a statement!" Recht hatte auch er, denn dieser Haarschnitt hatte rein praktische Gründe.Auch die Aussage, Kommunikation an sich sei ein Grundbedürfnis der Menschen, ist korrekt; so erst vor kurzem im IT-Podcast von Handelsblatt.com gehört.
Doch während sich unsere Hilfsmittelchen der Kommunikation sowohl im Bereich der Hard- als auch Software von Rauchzeichen, Flaschenpost, Brieftauben und Postkutschen bis hin zur e-Mail, Instant Message und Videokonferenz fleißig beschleunigt haben, konnte die uns eigens vererbte und eingebaute Hard- & Software nur bedingt Schritt halten.
So kommunizieren wir mitunter unterschwellig noch, unabhängig vom Kommunikationsmedium, wie vor Millionen Jahren; zwar nicht immer, aber doch das ein oder andere Mal, und selbst dies ist definitiv zu oft.
Denn, und an dieser Stelle wagen wir einen deutlichen Widerspruch zum Handelsblatt: Emotionen und Motive lassen sich bewusst oder unterbewusst auch via Internet vermitteln.
Beispiele dazu geben wir gern in Stereo und oder Farbe im Blog oder Podcast: 2009-03-21 Podcast Vol. 5 bzw. 2009-04-23 Podcast Vol. 6. Und insbesondere dort, wo Face-To-Face-Kommunikation stattfindet, egal ob persönlich oder via Videokonferenz, haben wir wieder alle drei Elemente, die im Handelsblatt-Podcast genannt werden: die verbale Kommunikation, die non-verbale Kommunikation sowie die para-verbale-Kommunikation.

Demnach steht es 2:1 gegen die verbale Kommunikation! Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und sagen, dass immerhin 80 bis 90 (!) Prozent der Kommunikation im Bauch stattfindet, und zwar non-verbal, unterbewusst und emotional.
80-90% der Kommunikation findet "im Bauch" statt
10-20% "im Kopf"

Selbst für den einen Teil der verbalen Kommunikation gilt es, sich bewusst zu machen, dass es eine Chance von 3:1 gibt, missverstanden oder fehlinterpretiert zu werden. Denn mit jeder Aussage verlassen uns immerhin 4 Nachrichten.
4-Ohren-Kodell nach Friedemann Schulz von Thun

Zugegeben; die Rechenbeispiele sind hier etwas simplifiziert dargestellt, denn die Realität sieht dann doch noch etwas komplexer aus; vor allem, wenn wir unser gewohntes Terrain verlassen und andere Länder, andere Sitten oder einfach nur Fremdsprachen mit ins Spiel bringen.

Doch gerade hier liegt ja auch der besondere Reiz und Spaß.



Und sind wir uns dessen erst einmal bewusst, können wir völlig neu und besser vorbereitet in unsere tägliche Kommunikation, national wie international, steigen. Viel Spaß dabei!

Podcast Vol. 7 -> http://glocalize.podspot.de

Alle Links und Zitate aus dem Podcast im Schnelldurchlauf



Ravensburger / Prof. Dr. Lothar Seiwert: "Chronos" -> http://www.think-online.de/



Willy Brandt & Friedrich Nowottny im Interview ->
http://radiopannen.de/index.php?p=14

Lorriot, das Ei ist hart -> http://www.youtube.com/watch?v=bHR_aU1TKZ8

Learning English pronounciation -> http://www.youtube.com/watch?v=uvpikUEIaLI

Donnerstag, 23. April 2009

2009-04-23 Podcast Vol. 6

"1984" lehrte uns noch das Fürchten vor dem EINEN Big Brother. Im neuen Millennium, genauer gesagt am 28.02.2000, wurden wir dann irgendwie alle zum Big Brother und erfreuten uns an Alex, Jürgen und Zlatko und den ‚neuen’ Videobildern.


Heute liegen zwischen Angst und Entertainment handfeste Vorteile, Video in den Alltag zu integrieren: Videokonferenzen, sowohl im privaten als auch im Businessumfeld.


Videkonferenzen, oder liebevoll VCs, egal ob via Skype und Co. von zu Hause oder den Multinational-Conference-Rooms in Unternehmen bringen uns audio-visuell näher, und wir profitieren von der gesamten Bandbreite verbaler und non-verbaler Kommunikation.


Wir rücken näher zusammen, Grenzen und physikalische Räume scheinen zu verschwinden, und per Knopfdruck oder Mausklick sind wir beisammen und schonen dabei auch noch die Umwelt.


VCs sind ein weiterer wichtiger Baustein im Kommunikationsmix des 21. Jahrhunderts, und privat sowie beruflich halten sie eine Vielzahl an Fettnäpfchen, Fauxpas und Fehlern bereit.


Sollten wir uns also mit Blick auf unsere tägliche Kommunikation fragen: „To E or not to E“, um uns schlicht vor Fehlern und Peinlichkeiten zu schützen?

NEIN!

Sowohl-als-auch“ ist die entschiedene und logische Antwort, und das richtige Mass an elektronischer und „traditioneller“ Kommunikation ist gefragt, um letzten Endes glaubwürdig zu bleiben.


Die 7K der modernen Kommunikation dienen hierbei als Richtlinie, und wie bereits bei den 7C's of Credibility gilt auch hier: Der Weg ist das Ziel.

Also: Dranbleiben – immer dranbleiben.


Podcast Vol. 6 -> http://glocalize.podspot.de


Alle Links und Zitate aus dem Podcast im Schnelldurchlauf


Podcast Blick ueber den Tellerrand –> Blick 209


PC World, 28.01.2009: How companies are cutting costs -> http://www.pcworld.idg.com.au/article/274394/how_companies_cutting_costs


Environmentalleader.com, 10.07.2008: Deloitte Turns To Video Conferencing To Cut Costs, Carbon Footprint -> http://www.environmentalleader.com/2008/07/10/deloitte-turns-to-video-conferencing-to-cut-costs-carbon-footprint/