Samstag, 15. August 2009

2009-08-15 Podcast Vol. 10

Management Bashing, also die öffentliche Beschimpfung der Manager-Gilde, ist derzeit ziemlich in Mode gekommen. Wohin das Auge auch reicht: überall werden sie öffentlich an den Pranger gestellt; sei es in den Medien oder sei es durch Politiker, die diese Thematik kurzerhand zu einem polemischen Wahlkampfthema stilisiert haben. Sprich: es wird pauschaliert und polarisiert ohne Ende; eine differenzierte Berichterstattung findet kaum noch statt. Wobei man noch froh sein kann, wenn es sich tatsächlich „nur“ um verbale Diffamierungen handelt; kam es doch in Ländern wie Frankreich oder China schon zu Geiselnahmen oder sogar Totschlag von Managern durch die aufgebrachte Belegschaft.


Nun ist es angesichts einiger schwarzer Schafe, die es leider auch in der Manager-Riege gab und gibt, durchaus gerechtfertigt, sich dieser Thematik einmal etwas detaillierter anzunehmen und gewisse Auffälligkeiten, wie z. B. exorbitante Abfindungen, genau unter die Lupe zu nehmen. Dennoch sollte die Devise stets lauten: differenzierte Sichtweise anstatt unangebrachter Gleichmacherei und Aufhetzerei.


Denn, man könnte es angesichts der medialen, omnipräsenten Anprangerei schon fast vergessen: es gibt sie tatsächlich noch; die guten und effizienten Manager; sprich die, die nicht nur auf ihre Karriere bedacht sind, sondern tatsächlich eine gewisse Berufsethik leben; die, die bereit sind, für ihre eigenen Fehler sowie die ihrer Mitarbeiter geradezustehen und die tatsächlich die langfristigen Unternehmensziele vor Augen haben anstatt nur ihre eigene Karriereleiter.


Aber was genau macht nun diese guten, wirksamen Manager und Führungskräfte aus? Zur Beantwortung dieser Frage sind bereits ganze Bibliotheken geschrieben worden, aber getreu unseres KISS-Mottos (keep it simple – stupid) und in Anlehnung an das Buch Pu in Nadelstreifen: Bärenstarkes Management belassen wir es zunächst einmal bei den sechs Kernaufgaben, die effizientes Management zu leisten hat:

  1. Ziele abstecken
  2. Organisieren
  3. Motivieren
  4. Mitarbeiter fördern
  5. Kommunizieren
  6. Kontrolle & Analyse


Natürlich wurde auch über jeden dieser einzelnen Punkte zahlreiche Literatur verfasst; und auch wir werden uns den einzelnen Themen in Zukunft noch ausführlicher widmen. Nur soviel vorab: es gibt SMARTe

und leider auch immer wieder recht unsmarte Ziele, und da hier oft der Anfang allen Übels liegt, sollte man sich immer wieder vor Augen führen: Ziele müssen SMART sein; sprich:

  1. Spezifisch
  2. Messbar
  3. Aktionsorientiert
  4. Realistisch
  5. Terminiert


Bei all der Komplexität ist es doch beruhigend zu wissen, dass wirksames Management und gute Führung zu etwa 70 Prozent immer auf den gleichen Prinzipien basieren, so dass die beliebten Kult-Klassiker In Search of Excellence: Lessons from America's Best-Run Companies wie auch aktuelle Literatur (z.B. The Leadership Code: The Five Things Great Leaders Do) in Frieden nebeneinander existieren können.


In Anlehnung daran geben wir euch an dieser Stelle folgende fünf Führungsprinzipien mit auf den Weg:

  1. Sei ein Stratege.
  2. Setze Dinge konsequent um.
  3. Sei ein Talent-Manager.
  4. Entwickle Human-Kapital.
  5. Fördere deine persönliche Leistungsfähigkeit.


Bliebe noch folgende wichtige Erkenntnis:

„Richtiges Management ist global; es ist weltweit überall gleich.“ (aus Führen, Leisten, Leben. Wirksames Management für eine neue Zeit.)


Will heißen: vergiss den momentanen Hype um das so genannte Multi-Kulti-Management; es gibt nur gutes oder schlechtes Management; relativ egal, wo auf dem Globus ihr euch gerade befindet.


Und noch mehr zu diesem spannenden Thema erfahrt ihr in unserem neusten Podcast Vol. 10. Einfach runterladen, reinhören; es lohnt sich mal wieder! Übrigens: diesmal mit verbesserter Klanqualität…


Podcast Vol. 10 -> http://glocalize.podspot.de


Alle Links und Zitate aus dem Podcast im Schnelldurchlauf

Steinbrück: Kritik an Manager - "Die haben den Knall nicht gehört" -> http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/729/483178/text/


Managergehälter: Wiedekings Millionen-Abfindung provoziert Kritik -> http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637913,00.html


WORLD BRIEFING - EUROPE - France: Workers Take Manager Hostage -> http://www.nytimes.com/2009/03/25/world/europe/25briefs-France.html


China steel plant takeover scrapped after manager killed ->

http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/asia/china/article6728604.ece


FTD-Thema vom 12.12.: Gehalt wie ein Manager -> http://www.youtube.com/watch?v=we6T3ofFEIQ


Duke University – BE+K Innovation and Technology Management Series, Ted Kennedy, Co-Founder BE+K -> Link to iTunes U


Link auf alle erwähnten und zitierten Bücher





Samstag, 8. August 2009

2009-08-08 glocalize!tte Vol. 1

We proudly present: glocalize!tte
Seit Anfang Juli gibt es den Hashtag #glocalize!tte auf unserem Twitter. Hier sammeln wir Nachrichten, die unserer Meinung nach mehr als 140 Zeichen wert sind.

In diesem Sinne danken wir schon jetzt einmal für viel viel Feedback, das es bald im Rahmen der glocalize!tte zu hören gibt. Ferner arbeiten wir an "News und Features" und haben einige Neuigkeiten auf diesem Kanal vorbereitet.


In dieser glocalize!tte geht es unter anderem um "sciopero" - sehr beliebt in Italien, aber auch in anderen Ländern deutlich präsenter als beispielsweise in Deutschland.


Worum es dabei genau geht: Reinhören und uns auf Twitter folgen.


glocalize!tte Vol.1 -> http://glocalize.podspot.de


twitter.com/glocalize -> glocalize! Twitter


Dienstag, 14. Juli 2009

2009-07-17 Podcast Vol. 9

"Der Körper spricht immer"


Dieses beeindruckende Statement stammt von Samy Molcho aus seinem Buch Das ABC der Körpersprache

.


Oder, anders ausgedrückt durch Paul Watzlawick: Man kann nicht nicht kommunizieren (mehr dazu auch im glocalize! Blog vom 24. Mai 2009).


So geht man prinzipiell davon aus, dass die zwischenmenschliche Kommunikation nur höchstens zu 20 % über den Inhalt und mindestens zu 80 % über unsere Körpersprache beeinflusst wird; in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung wird sogar geäußert, dass gerade mal sieben Prozent des Eindrucks, den wir hinterlassen, auf das tatsächlich Gesagte zurückgeht.


Womit wir bereits mittendrin sind, im stets und überall präsenten Thema der Körpersprache bzw., etwas akademischer ausgedrückt, der nonverbalen Kommunikation. Und wer seine persönlichen Zweifel darüber hegt, dass unsere Gestik, Haltung und Mimik bei unserem Gegenüber offensichtlich einen viel prägenderen Eindruck hinterlassen, als das, was wir tatsächlich verbal von uns geben, der sollte sich mal folgenden Artikel aus dem Focus zu Gemüte führen: "Körpersprache - Ein Lächeln wirkt Wunder"


Demgemäß beurteilten Testpersonen in den USA den deutschen Politiker Oskar Lafontaine als inkompetent und unsympathisch; wobei sie weder ihn noch seine politische Gesinnung kannten. Diese einhellige Meinung entstand übrigens spontan und lediglich aufgrund von Fernsehbildern.


Und genau dies ist der Punkt: Wissenschaftler sind der Meinung, dass die Mehrzahl von uns

a) bereits binnen weniger Sekunden unsere Meinung über andere fällen und

b) wir uns dabei viel mehr an deren Körpersprache als am gesprochenen Wort orientieren.


Wenn man nun darüber nachdenkt, wie viele Menschen noch nicht einmal die Grundregeln der Körpersprache zu beherrschen scheinen, weder im Geschäftsleben noch im ganz normalen Alltag, dann wird man verstehen, warum dieses Thema so allgegenwärtig ist und immer wieder mediale Beachtung findet. Schon der Volksmund weiß beispielsweise, dass ein Lächeln mehr als tausend Worte sagt. Wenn es denn jeder weiß; wieso wird es dann so wenig praktiziert?


Natürlich gibt es beim Thema Body Language auch viele lokale Besonderheiten zu beachten; seien es unterschiedliche Begrüßungsrituale oder körpernahe vs. körperferne Kommunikationsverhalten. Dennoch gibt es hier eine einfache Faustregel: falls man sich darüber unsicher ist, wie viel körperliche Distanz, welche Gestik oder welche Gesprächslautstärke in einem Land üblich ist, sollte man sich einfach an seinem Gegenüber orientieren und seine eigene Körpersprache danach ausrichten. Dadurch wird man unnötige Fettnäpfchen vermeiden.


Generell gilt: ob auf nationalem oder internationalem Parkett, ob im Business oder privat: mit einer geraden, (selbst)bewussten Körperhaltung und einem freundlichen, offenen Blick werdet ihr viel mehr erreichen können als ihr vielleicht spontan denken mögt. Einfach mal ausprobieren – es lohnt sich!


Podcast Vol. 9 -> http://glocalize.podspot.de


Alle Links und Zitate aus dem Podcast im Schnelldurchlauf

Samy Molcho 01 Körpersprache – Einleitung -> http://www.youtube.com/watch?v=HjvFndSjp8g


Gesten der Mächtigen -> http://www.youtube.com/watch?v=eDt-CQqhUgA&NR=1


ZDF "heute-journal" –> Video-Podcast Link to iTunes Store


Does body language reveal US-Israeli tensions? 29 May 09 -> http://www.youtube.com/watch?v=V3yMq8qodfI


HOW TO FLIRT WITH BODY LANGUAGE -> http://www.youtube.com/watch?v=zhU5QZPdZ70&NR=1


Neapolitan hand signals: Sei un cornuto & good luck) -> http://www.youtube.com/watch?v=x0QrdemKMfE


Body-Language Essentials for Business! -> http://www.youtube.com/watch?v=P4kyEyqPbYc



... und unser "Tribute to Michael Jackson - The King of Pop":


DJ Pritosys - R.I.P. Michael Jackson Mix -> http://soundcloud.com/pritosys/dj-pritosys-r-i-p-michael-jackson-mix


Zamali – ABC In Central Park - Unser Intro aus dem Michael Jackson Mega Pack, gefunden auf Mashuptown.com -> http://www.mashuptown.com